Review: Destiny Oh, kiss me beneath the
milky twilight (Sixpence None the Richer)
Der Oberschüler Asahi ist ein echter
Pechvogel. Ständig gerät er von einer Katastrophe in die nächste, was dazu
geführt hat, dass er
Da allerdins Rukojo-Sensei bei den anderen Schülern als sonderbar gilt und der Wahrsage-Club einen denkbar schlechten Ruf hat, hat Asahi keinen leichten Stand in der Schule. Ihm gefällt es auch überhaupt nicht, dass seine Mitschüler sich über Rukojo lustig machen und so wird er mehr und mehr zum Außenseiter.
Als es einen Schulclub-Orientierungstag
gibt, lädt Rukojo Asahi zuliebe viele junge Schülerinnen ein, die auch
tatsächlich erscheinen und sich von der Wahrsagerei sehr angetan zeigen.
Unter ihnen ist auch eine hübsche Schülerin, die seit ihrer Geburt Pech
hatte. Rukojo verspricht ihr zu helfen und seltsamerweise ist das Asahi gar
nicht recht. Der Gedanke daran, dass Rukojo das Mädchen genauso „behandeln“
wird wie ihn, verwirrt ihn so sehr, dass er aufsteht und das Treffen
verlässt. Rukojo geht ihm nach und stellt ihn zur Rede. Er versichert Asahi,
dass er genauso fühlt wie er und keinen anderen auf diese Weise heilen wird.
Damit sind die Probleme der beiden aber noch nicht aus der Welt. Erst taucht
ein Bekannter aus Rukojos Vergangenheit auf, der ein Experiment mit dem vom
Pech verfolgten Asahi plant und dann stellt sich auch noch heraus, dass Asahi Destiny ist ein Kurzgeschichtenband und enthält außer der eben vorgestellten noch drei weitere kurze Geschichten. In der zweiten, Mechanics of Love, geht es um den menschenscheuen Spielzeugreparierer Yoshino, der sehr zurückgezogen lebt und keinen Menschen an sich heran lässt. Er glaubt jeden zu verletzen der ihm zu nahe kommt. Seine Schwester, eine begnadete Wissenschaftlerin bringt ihm einen Androiden, einen künstlichen Menschen mit, der ihren Bruder langsam wieder an die Gegenwart von Menschen gewöhnen soll. Da der Android künstliche Hände hat kann sein Besitzer die Berührung ertragen. Er erzählt ihm sogar, woher seine Angst vor Menschen kommt. Als Kind hat er seinem Freund Yoshino, der ihn sehr gern mochte geschlagen, als dieser versucht hat ihn zu küssen. Das bereut er so sehr, dass er sich ganz und gar in sich selbst zurückgezogen hat. Wird es dem Androiden gelingen, ihn zu heilen? In der dritten Geschichte „Meine Uniform und Du“ geht es um einen Schüler, der von seinem Schulsanitäter auf Schritt und Tritt verfolgt wird, da dieser auf seine Unform steht. Aber ist ihm das wirklich so unangenehm wie er vorgibt? Und geht es Ogasawara wirklich nur um die Uniform? Die vierte Geschichte ist nur sehr kurz und nennt sich „Die berüchtigten Zwei“. Hierin geht es um einen Schülersprecher und einen Schülersprecher-Vertreter, die von ihren Mitschülern nur zu gerne verkuppelt werden. Alle wünschen sich die beiden als Paar, dabei haben sie gar keine Gefühle füreinander. Oder etwa doch? Destiny von Matsumoto Temari ist der erste Band mit mehreren Shonen-Ai Kurzgeschichten, der in Deutschland bisher erschienen ist. An den Zeichnungen ist nichts auszusetzen, auch wenn sie meiner Meinung nach keinen besonderen eigenen Charakter haben. Die Geschichten wirken allerdings alle ein wenig farblos und unausgereift. Weder sind sie besonders originell, noch kann man sich in die Figuren gut hineinversetzen. Das liegt natürlich auch daran, dass die Geschichten so schnell wieder zu Ende sind, dennoch gibt es auch Kurzgeschichten, wie zum Beispiel Kaori Yukis Boys Next Door, die einen tief berühren und noch lange nachgehen. Das ist bei den Geschichten in Destiny sicher nicht der Fall. Trotzdem werden sie den meisten Shonen-Ai-Fans, auch wegen der relativ expliziten Liebes-Szenen, wahrscheinlich ganz gut gefallen. Der Einzelband ist bei Egmont erschienen.
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