Review: Junjo Romantica Dont let them fool ya, (Bob Marley)
Misaki ist, was die Schule anbetrifft ein
ziemlich hoffnungsloser Fall. Seine Noten sind so schlecht, dass ihm
eigentlich gar nichts anderes übrig bleibt, als das Angebot von einem Freund
seines Bruders an Misaki wurde in die Wohnung bestellt, von der er total beeindruckt ist. Von Akihito ist jedoch nichts zu sehen. Um sich die Zeit zu vertreiben stöbert Misaki ein wenig in den Paketen die auf dem Tisch liegen und fördert dabei neben dem neuen Roman des Autors noch ein weiteres Buch zutage, das seine Aufmerksamkeit erregt. Es ist ebenfalls von Akihito verfasst, enthält aber eine äußert detailliert beschriebene erotische Geschichte, die von zwei Männern handelt. Und nicht nur das: Zu Misakis Entsetzen tragen die Hauptpersonen die Namen von Akithito und Misakis großem Bruder Takahiro! Völlig außer sich vor Wut stürmt Misaki Akihitos Schlafzimmer, um diesen zur Rede zu stellen. Nicht einmal, dass ihm bei dessen (im Übrigen sehr ansprechendem) Anblick wieder bewusst wird, wen er vor sich hat, kann seine Entrüstung dämpfen. Sowieso immer ein wenig unbeherrscht, konfrontiert er den Autor mit der Geschichte und fordert ihn auf, seine Finger von Takahiro zu lassen. Akihito nimmt Misakis Vorwürfe nicht nur sehr gelassen auf, nein er nutzt die Gunst der Stunde auch noch, um den kleinen Bruder seines besten Freundes nach allen Regeln der Kunst zu verführen. Offenbar hat er Misakis Aufforderung sich jemand anderen zu suchen an dem er sich vergreifen kann, sehr wörtlich genommen. Misaki ist so baff, dass er sich kaum wehrt und entweder ist Misaki nicht so abgeneigt wie er tut, oder Akihito versteht sein Handwerk sehr gut, denn er bringt Misaki überraschend schnell zum Höhepunkt. Obwohl Misaki Akihito diesen Übergriff sehr übel nimmt, bleibt ihm trotzdem keine andere Wahl, als trotzdem Nachhilfe bei ihm zu nehmen, Er wünscht sich nämlich, eine etablierte Uni zu besuchen, um sich bei seinem Bruder zu bedanken, der für ihn sorgt, seit ihre Eltern bei einem Autounfall ums Leben gekommen sind.
Im Laufe der Zeit lernt Misaki Akihito
immer besser kennen und er begreift, dass dieser nie etwas tun würde, um
seinem Bruder zu schaden. Im Gegenteil behandelt er diesen wie einen
wertvollen Schatz und tut alles für ihn, obwohl Takahiro seine Liebe nicht
erwidert. Als Takahiro dann auch noch in Misakis Anwesenheit stolz Akihito
eröffnet, dass er eine Frau heiraten wird und sich Akihito ehrlich für ihn freut,
obwohl Misaki weiß, dass es ihm innerlich das Herz bricht, wird er von
seinen eigenen Gefühlen überwältigt und bricht in Tränen aus, da ihm Akihito
so leid tut. Aber ist für Akihito die Hochzeit von Takahiro überhaupt noch
eine Katastrophe? Oder hat er sein Herz bereits an dessen kleinen Bruder
verloren? In der zweiten Geschichte des Bandes geht es um Hiroki, der in Akihito verliebt war, welcher wiederum in Takahiro verliebt war. Die beiden schliefen mehrmals miteinander, wobei Akihito sich vorstellen durfte, dass er mit Takahiro zusammen sei. Obwohl Hiroki dem Mann den er liebte auf diese Weise nahe sein konnte, machte es ihn höchst unglücklich, dass er nicht von ihm geliebt wurde. Während er noch immer mit seinem Liebeskummer zu kämpfen hat, tritt der lebensfrohe und attraktive Nowaki in sein Leben und versucht sein Herz zu erobern. Junjo Romantica von Shungiku Nakamura ist eine süße und lustige Geschichte allerdings ohne sehr viel Tiefgang. Weder die Geschichte noch die Charaktere sind wahnsinnig originell, dennoch muss man sagen, dass die story ansprechend erzählt ist. Die vielen Yaoi-Szenen sind für Shonen-Ai Fans natürlich ein weiterer Grund, der den Kauf des Mangas lohnenswert macht. Von den Zeichnungen bin ich persönlich nicht so begeistert. Die Charaktere sehen sich recht ähnlich und der Stil ist mir insgesamt zu kantig. Der Manga erscheint bei Carlsen und hat eine Altersbeschränkung von 16 Jahren. Bisher sind in Japan sieben Bände erschienen, die Reihe wird aber noch fortgesetzt.
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